LG L204WT-S – Willkommen in der 16:9 Welt
Freitag, 17. August 2007
Als Macnutzer hat man, was Computerhardware anbelangt, ja doch schon so seine Macken. 0815 kommt oft nicht in die Tüte und darum heißt es auch oft etwas tiefer in die Tasche greifen. Es gibt nur wenige Ausnahmen so wie z.B. bei diesem Display, wo man auch mal Preiswert an ein gutes Produkt kommt das auch optisch gut daher kommt.
So hatte ich nun für zwei Jahre einen 17 TFT Monitor von Acer im Einsatz, der schon viele Jahre auf den Buckel hatte. Dennoch war es für mich an der Zeit mal nach etwas neuem ausschau zu halten, denn für die Arbeiten/Projekte die ich am Computer so tätige (Bildbearbeitung, Filmschnitt, DVD Projekte etc.) sind 17″ heut zu Tage leider auch nicht mehr all zu viel.
Bei meiner Suche stolperte ich eben über diesen Monitor von LG und wusste sofort, der soll es werden. Silber klang schonmal gut, die Rezensionen hier bei Amazon sind ja auch alle recht positiv ausgefallen und dann noch ein 16:10 Widescreen Format, das klang nach einem neuen Arbeitgefühl.
So habe ich mir nun diesen Monitor für meinen Mac mini (G4 PPC) zugelegt und wie man sich das heute so vorstellt. Gerät auspacken, Stromkabel anschließen (erfreulicher weise kein externes Netzteil sondern nur ein einfaches sogenanntes Kaltgerätekabel), Monitor anschließen (wahlweise über DVI oder VGA).
Die Farbwiedergabe ist beeindruckent und Pixelfehler sucht man vergebens. Ich war sichtlich beeindruckt als ich meine ersten Bilder, die ich mit meiner Nikon D50 gemacht habe, zum ersten mal auf diesem Monitor betrachten konnte. Plötzlich sah man die Bilder aus einem ganz anderen Blickwinkel und das Arbeiten in der Photoshopumgebung ist traumhaft, da auf ständiges scrollen nach rechts oder links seltener zurück gegriffen werden muss und auch die Paletten solcher Anwendungen wie Photoshop sind plötzlich nicht mehr im weg. Lediglich das 16:10 Format war für mich anfangs eine starke Umgewöhnung, möchte dieses Format nun aber nicht mehr missen.
Wie auch ein Vorredner bereits anmekte, ist es auch durchdacht wie man die Buttons für Monitoreinstellungen untergebracht hat. Sie sind dezent auf der Rückseite und werden nur durch die kleinen Piktogramme auf der Frontblende “gezeigt”. Beim Einstellen habe ich mich leider immer wieder verdrückt da die Tasten im Verhältnis zu den Piktogrammen etwas “verrutscht” wirken so das man ständig die falsche Taste fühlt und drückt. So oft braucht man das On Screen Menü jedoch nicht, von daher lässt sich das verschmerzen.
Die einzige negative Kritik die das Display von mir bekommt, betrifft den Fuß. Zum einen ist dieser absolut statisch und in der Höhe nicht verstellbar. Man kann den Monitor nur nach vorne oder hinten kippen (mit Anwendung von etwas Kraft), mehr ist nicht drin. Auch der angeklippste Plastikfuß, den man bei Montage des Monitors anbringt, erinnert ein wenig an das schwedische Einrichtungshaus… Einmal montiert aber bitte nie wieder auseinander scheint hier das Motto zu sein. Keine Ahnung wie und ob ich den Fuß jemals wieder abbekommen werde, aber so ganz unwichtig erscheint mir das nicht. So habe ich neulich mal einen kleinen Fleyer erstellen wollen und bin auf die Idee gekommen, den Monitor um 90 Grad zu drehen um sozusagen ein DIn A4 Blatt vor mir zu haben. Hier ist man nun mit dem niedrigen Fuß konfrontiert der nicht genug Spiel bietet den Monitor zu drehen. Und da der Fuß auch nicht mehr all zu leicht abgeht (es sieht eher so aus als würde man etwas abbrechen, wolle man dies tun), muss man zwangweise den Monitor inkl. Fuß um 90 Grad drehen. Sieht dann zwar etwas eigen aus und das Display steht dann auf seinen Rahmen doch auch hier ist der Komfort beim Textschreiben einfach mal eine Erwähnung wert. Schade das LG hier nicht nachgedacht hat. Es wäre sicherlich kein Beinbruch gewesen den Fuß mittels einer Mutter/Schraube am Monitor zu fixieren, andere Hersteller schaffen das schließlich auch.
Fazit:
16:10, ein Traumformat zum kreativen Arbeiten. Bildbearbeitung wird zum unvergesslichen Erlebnis, das arbeiten an Texten zu einer neuen Perspektive. Die Farben sind brilliant und die Verabreitung des Monitors wirkt durchweg akzeptabel. Lobenswert ist auch, dass kein externes Netzteil von nöten ist.
Das mit dem Standfuß ist der einzige negative Punkt der mir bei diesem Monitor aufgefallen ist..
Anschlussmöglichkeiten:
DVI (HDMI kompatibel) oder VGA. Beide Kabelvarianten sind mitgeliefert.
Arbeitsgerät:
Apple Mac mini mit G4 Prozessor. Monitor wurde problemlos erkannt, eine Umstellung in den Einstellungen war nicht nötig. Plug & Play.